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Gisela Dambeckgestorben am 7. März 2018

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Lisa Häusele
schrieb am 16. März 2018 um 16.41 Uhr

Liebe Angehörigen,

als euch doch fast unbekannter Mensch, möchte ich dennoch eine Kleinigkeit für die liebste Nachbarin, die ich bisher je hatte, hinterlassen.

Ich zog vor 12 Jahren mit meinen Eltern in das Haus nebenan und wir hatten seither ein liebevolles Nachbarsverhältnis, wie ich es vorher nicht kannte.

Frau Dambeck verfasste einmal einen Zeitungsartikel über mich, den ich hier gerne teilen möchte:

"Übrigens...
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder....

Kurz vor Ostern sind im Nachbarhaus neue Besitzer eingezogen, ein junges Ehepaar und eine 6-Jährige Tochter. An Ostern überlegte ich, ob ich der Kleinen ein paar Schokoladeneierchen im Garten verstecken sollte, verwarf dann aber die Idee, "man will sich ja nicht aufdrängen!" Vergangene Woche nun, ich freute mich auf meinen Feierabend, als es an meiner Haustür klingelte. Drei kleine Mädchen, darunter meine neue kleine Nachbarin, stehen vor der Tür mit der Frage: "Hast du was Süßes für uns?" Mir war als ob ein heller Lichtstrahl mein Herz berührte! Kürzlich plädierte ich für mehr Mut zur Offenheit, aber dann traute ich mich nicht, den Kontakt zu machen. Danke, kleine Lisa, ich habe meine Lektion gelernt! Und wie ein zusätzliches Geschenk war da auf einmal die Erinnerung, wie gerne ich als kleines Mädchem in die Nachbarschaft gegangen bin. Diesen Kontakt behalten wir bei, das verspreche ich Dir, kleine Lisa! Und wie stehen Sie zu Ihren Nachbarn?

Gisela Dambeck"

Heute noch treibt mir dieser Artikel Tränen in die Augen. Ich Danke Ihnen, Frau Dambeck, vielmals für die Zeit, die wir miteinander hatten. Für Ihre Offenheit und liebevolle Art, mit mir umzugehen. Auch wenn unsere Zeit gemeinsam nicht sehr lang war, war es dennoch eine Zeit, die ich sehr genoss.

Meine Gedanken heute gehen vor allem an alle, die unter diesem Verlust einer solch tollen Person auf der Erde, noch mehr leiden, als ich. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einen so geliebten Menschen zu verlieren und wünsche Ihnent viel Kraft.

Lisa Häusele

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jan
schrieb am 15. März 2018 um 20.55 Uhr

Lieber Christof, lieber Oliver,

es ist 40 Jahre her, als Euer Haus, nach meiner Erinnerung, in Verbindung mit der Theatergruppe zu einer sehr ungewöhnlichen WG-Form wurde, und das hielt über mehrere Jahre an.
Gisela hat sich als "Mutter" und Freundin Allen geöffnet und ist auf jeden eingegangen. Letztlich war das Haus, vom Kino im Keller, über das Erdgeschoss, Schwimmbad und Garten immer besiedelt.
Wenn sie nicht mit uns und unserer Versorgung beschäftigt war, hat sie sich in der JVA sozial engagiert.
Gisela war ein aussergewöhnlich empathischer, freundlicher, aufopferungsvoller, ehrlicher, direkter und liebenswerter Mensch.
Ich bin dankbar, sie gekannt zu haben und hoffe, dass ihr in den letzten Jahren viel Gutes begegnet ist.
Herzliche grüße, Jan

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Kurt John
schrieb am 15. März 2018 um 19.43 Uhr

Lieber Oliver, lieber Christof,

ich habe Gisela in einer Zeit kennengelernt, in der ich entwurzelt, ohne Bindung zur eigenen Familie, zwar gestützt von meinen Freunden das erste Mal so was wie "bedingungslose" Liebe, also eine Liebe die nicht an gewisse Gesetze gebunden war, kennengelernt habe. Das erlebte ich im Haus Dambeck durch die zentrale Person Gisela. Zu dieser Zeit wäre es mein größter Wunsch gewesen, so eine Mutter zu haben. Ich habe dann so viel Zeit bei euch verbracht und diese Atmosphäre aufgenommen, mich dabei so wohl gefühlt, dass es mein weiteres Leben sicherlich deutlich geprägt hat. Ich kann sagen: Gisela hat zum dem was ich heute lebe, was ich liebe und was ich bin einen großen Anteil.

Auch 40 Jahre später ist mir alles noch so präsent, ich kann es deutlich fühlen. Und es war Gisela, die das alles möglich gemacht hat, auch mit ihrer Lebensfreude, ihrem Humor (sie konnte so viel Lachen), ihrem Umgang mit euch, den Umgang mit uns Freunden, Beiko, der große schwarze Hund den wir alle ein wenig fürchteten..... und sie war nebenbei bemerkt eine unglaublich schlechte Friseurin, was zu Neuanschaffungen von Spiegeln im Haus Dambeck führte.

Ehrlich gesagt fühle ich viel Dankbarkeit, dass ich dies alles erleben und erfahren durfte. Liebe Gisela, danke ....danke.....danke

Kurt John

Tod ist überhaupt nichts.
Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum.
Ich bin ich und ihr seit ihr.
Warum sollte ich aus dem Sinn sein,
nur weil ich aus dem Blick bin?
Was auch immer wir füreinander waren,
sind wir auch jetzt noch.
Spielt, lächelt, denkt an mich.
Leben bedeutet auch jetzt all das,
was es auch sonst bedeutet hat.
Es hat sich nichts geändert,
ich warte auf euch,
irgendwo, sehr nah bei euch.
Alles ist gut.

Annette von Droste-Hülsdorf (1797-1848)

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Kornelia Sinning
schrieb am 14. März 2018 um 13.40 Uhr

Liebe Familie von Gisela,

"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können." (Jean Paul)

Gisela lebt in unserer aller Erinnerung für immer weiter. Das ist der Trost den ich Euch allen geben kann verbunden mit meinem aufrichtigen Beileid.

"Warst wie ein funkelnder Stein im Leben, ganz besonders, hast alles gegeben, nie aufgehört zu glauben an das Gute dieser Welt, wirst du nun ein weiterer Stern an unserem Himmelzelt."

Mit diesen Worten verabschiede ich mich von einer meiner liebsten Freundinnen mit der ich so viel gelacht, so viel gequatscht und so viel erlebt habe. Ich kann nicht verschweigen dass ich so manche Träne hinter dir her weine obwohl ich weiß, dass Du nur von einem Zimmer in das andere gegangen bist.

Leb wohl meine Freundin. Ich höre Dein Lachen in meinen Ohren und Deine Stimme in meinem Kopf.

Konny Sinning

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Petra Schumann
schrieb am 13. März 2018 um 7.45 Uhr

Lieber Christof, lieber Olli, lieber Leonard und liebe Ronja und liebe unbekannte Familie,

wenn unsere Eltern gehen ruft das viele Gedanken und Erinnerungen in uns wach. Ich kenne Gisela aus der Zeit, als sie jünger war als ich es heute bin. Das verändert meine Sicht auf die Zeit von damals, denn vor dem Hintergrund der eigenen Lebenserfahrungen, beurteilt man die Dinge anders. Schade, dass ich nicht erfahren konnte, wie sie später auf ihr Leben blickte. Ich habe sie als kämpferische, leidenschaftliche Frau in Erinnerung, die es liebte, ihr Haus zu einem Treffpunkt für Freunde zu machen. Sie wird Euch fehlen und eine Lücke hinterlassen, die für immer bleibt! In Gedanken bei Euch!

Petra Schumann

Unsterblich
Ich bin die Sonne, die dir ins Gesicht scheint
Ich bin der Regen, der dir ins Gesicht weint
Wo auch immer Du bist, da werde ich sein
Ganz gleich was passiert, du bist nicht allein

Ich komme zu Dir als schöner Traum in der Nacht
Bin dein Engel, der stets über dich wacht
Sei nicht traurig, wenn ich jetzt für immer träume
Höre mein Flüstern im Rascheln der Bäume

Ich schicke dir Regenbogenfarben in dein Herz
Puste Dir als Wind über deinen Schmerz
Küsse und streichle dir sanft dein Gesicht
Und scheine dir manchmal im Dunklen als Licht

Dein Lachen wird als Echo in mir klingen
Bei jedem Lied werde ich leise mitsingen
Nein, ich bin nicht tot, ich bin noch hier
Tief in deinem Herzen – ich bin bei dir

© Sylvie Grohne

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Renate Welkenbach
schrieb am 11. März 2018 um 17.26 Uhr

Lieber Chris, lieber Oli, liebe Angehörige von Gisela,

»Alle Erinnerung ist Gegenwart.« – Dieses Zitat von Novalis hat mir nach dem Tod meiner Mutter sehr geholfen.

Ich erinnere mich gerne an Gisela, vor allem an ihre unkomplizierte und witzige Art – meistens bei Euch in Erbenheim und oft bei irgendwelchen verrückten Zusammentreffen oder Parties. Ich habe sie als starke Persönlichkeit empfunden und kann nur ahnen, dass gerade hinter ihrem burschikosen Auftreten möglicherweise eine große Sensibilität gesteckt hat.

Zuletzt habe ich vor vielleicht 5 Jahren mit ihr zu tun gehabt, denn da haben wir im Rahmen irgendeiner Veröffentlichung im Erbenheimer Anzeiger miteiander zu tun gehabt; das Telefonat ist dann auch ein bisschen länger geworden und ist natürlich eine kleine Zeitreise geworden.

Ich komme gerne am Freitag zur Trauerfeier und sende Euch bis dahin meine herzliche Anteilnahme.

Renate Welkenbach
Dieselstraße 3
64347 Griesheim